Die Wahl des Studienorts ist eine der ersten grossen Entscheidungen deines Studiums und gleichzeitig eine, über die kaum jemand offen spricht. Keine Lehrperson, die dir sagt, was wirklich hinter den Hochschulwebsites steckt. Kein Vergleich, der ehrlich benennt, wo welcher Druck entsteht.
Genau das macht dieser Kompass. In ein paar Minuten weisst du, welcher Studienort zu deiner Lernweise, deiner Lebenssituation und deinem Ziel passt.
Bevor du startest, lies kurz durch, worauf du beim Antworten achten solltest.
In der Psychologie sind FH- und Uni-Abschluss gleichwertig. Die meisten Arbeitgeber schauen nicht darauf, wo du studiert hast, du musst also auch nicht nach Renommiertheit entscheiden.
Ausnahme: Wenn du in die Forschung oder bestimmte Bereiche der Wirtschaftspsychologie willst, kann der Studienort eine Rolle spielen. Aber auch dann kannst du deinen Master noch woanders machen und gegensteuern.
Was sich unterscheidet, ist die Art des Drucks. An der Uni Zürich beispielsweise entsteht er durch eine anspruchsvolle Prüfungslogik im ersten Jahr. An der HSLU durch viele Gruppenarbeiten und Abgaben über das ganze Studium hinweg. Bei HWZ, Kalaidos oder der FernUni liegt der Druck hauptsächlich in der Doppelbelastung durch Beruf/Care Arbeit und Studium.
Die wichtige Frage ist deshalb: Was stresst mich mehr: intensiver Prüfungsdruck am Anfang, dauernde Gruppenkoordination, oder die Doppelbelastung mit dem Job?
FHs selektieren vor dem Studium mit einem Eignungstest. Bist du drin, lässt der Selektionsdruck nach.
An der Uni ist der Einstieg offen für alle mit gymnasialer Matura (oder vergleichbarem Abschluss), die Selektion findet im ersten Jahr statt. Wer das Assessment/Propädeutikum zweimal nicht besteht, bekommt eine schweizweite Fachsperre. Du kannst dann weder an einer Uni noch an einer FH in der Schweiz Psychologie studieren. Ein Studium im Ausland, z.B. in Österreich, bleibt aber möglich.
Nach dem Assessment bzw. Propädeutikum lässt der Prüfungsdruck wieder etwas nach.
Achte darauf, dass du dich am Studienort wohl fühlst, das betrifft nicht nur die Hochschule selbst, sondern auch die Menschen dort und die Stadt.
Jeder Studienort kann Druck auslösen, aber auf unterschiedliche Weise. Schau deshalb, ob du eher ein FH- oder Uni-Typ bist und ob die Atmosphäre zu dir passt. Manche fühlen sich an der anonymen Universität Zürich frei und schätzen es, wenig mit der Studiengangsleitung zu tun zu haben. Andere bevorzugen ein familiäreres Umfeld wie an der Universität Luzern. Keines ist besser oder schlechter, aber es kann besser oder schlechter zu dir passen.
Deshalb beantworte die Fragen wahrheitsgemäss, nach dem, was dir wichtig ist, nicht nach dem, was die Gesellschaft oder deine Eltern von dir erwarten.
Es gibt keine falschen Antworten.
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Frage 1 von 18
Bildungsabschluss
Was ist dein höchster Abschluss (oder welchen wirst du haben)?
Berufserfahrung
Für einige Studienorte wird mindestens ein Jahr Arbeitswelterfahrung (mind. 80% Arbeitspensum) vorausgesetzt. Erfahrungen aus Lehre, Praktika, Militär und Zivildienst werden in der Regel angerechnet.
Hast du bereits Arbeitswelterfahrung?
Mit einer Berufs- oder Fachmatura stehen dir die Fachhochschulen offen. Für ein Psychologiestudium an einer Universität brauchst du zusätzlich die Passerelle.
Regelstudienzeit
Wie wichtig ist es dir, das Studium in der Regelstudienzeit (3 Jahre) abzuschliessen?
An vielen Hochschulen dauert das Studium in der Praxis länger als 3 Jahre, zum Beispiel weil nicht bestandene Prüfungen erst im Folgejahr wiederholt werden können oder weil ein Praktikum dazukommt. Ein längeres Studium bedeutet auch einen späteren Berufseinstieg und länger Studienkosten.
Zeitliche Verfügbarkeit
Wie viel Zeit kannst du fürs Studium aufwenden?
Wunschregion
Wo möchtest du studieren?
Mehrfachauswahl möglich
Studiengebühren
Was kommt für dich in Frage?
* An einer privaten Hochschule zahlst du deutlich mehr, ca. 1'000 CHF im Monat. Der Vorteil privater Hochschulen liegt oft in der Flexibilität. Wenn du dich ohnehin hauptsächlich aufs Studium konzentrierst, fällt dieser Vorteil kleiner aus. Dann lohnt sich der Aufpreis vor allem, wenn dir das Format dort besonders entspricht, zum Beispiel feste Klassen oder ein hoher Online-Anteil.
* An einer privaten Hochschule zahlst du deutlich mehr, ca. 1'000 CHF im Monat. Es lohnt sich aber, die ganze Rechnung zu machen. Private Hochschulen sind oft flexibler organisiert, sodass du nebenbei mehr arbeiten kannst. Ein Beispiel: Bei einem Vollzeitlohn von 5'000 CHF verdienst du rund 1'000 CHF mehr im Monat, wenn du dank der Flexibilität 20% mehr arbeiten kannst. Das deckt etwa die Studiengebühren. Dazu kommt: Mehr Berufserfahrung während des Studiums kann dir den Einstieg oder den nächsten Schritt im Job erleichtern. Ob die Rechnung für dich aufgeht, hängt von deinem Lohn ab und davon, wie viel du tatsächlich mehr arbeiten kannst.
Ortsunabhängigkeit
Wie wichtig ist es dir, Inhalte online/ortsunabhängig abrufen zu können?
Studienformat
Welches Format spricht dich am meisten an?
Studiensprache
In welcher Sprache möchtest du studieren?
Campusgrösse
Welche Atmosphäre bevorzugst du?
Selbstständigkeit
Wie organisierst du dein Lernen am liebsten?
Prüfungsform
Was liegt dir eher?
Klima unter den Mitstudierenden
Welche Aussage trifft eher auf dich zu?
Fachlicher Schwerpunkt
Im Bachelor lernst du an allen Hochschulen zuerst die Grundlagen der Psychologie. Spezialisieren wirst du dich vor allem im Master. Trotzdem setzen die Hochschulen unterschiedliche Akzente.
Was interessiert dich inhaltlich am meisten?
Maximal 2 Antworten
Nebenfächer
Ein Nebenfach ist ein weiteres Fach, das du zusätzlich zur Psychologie studierst, zum Beispiel Soziologie, BWL, Geschichte oder Informatik. Damit kannst du dein Profil erweitern.
Du hast drei Möglichkeiten: Du studierst nur Psychologie, du belegst ein Nebenfach, oder du belegst zwei kleinere Nebenfächer. Die Nebenfächer machen zusammen ein Drittel deines Bachelorstudiums aus. Mit zwei Nebenfächern gehst du in jedem Fach weniger in die Tiefe und musst öfter zwischen ganz unterschiedlichen Themen umschalten. Dafür kannst du in mehr Bereiche hineinschnuppern.
Für deine spätere Berufswahl hat keine der drei Varianten einen wesentlichen Vor- oder Nachteil.
Möchtest du neben Psychologie weitere Fächer belegen?
Gruppenarbeiten
Wie stehst du zu gemeinsamen Projekten mit anderen Studierenden?
Bevorzugtes Lehrformat
Wie lernst du am besten?
Theorieinteresse
Psychologie ist an allen Hochschulen ein theorieorientiertes Fach.
Die Frage ist, wie stark du das magst.
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Während deine Auswertung erstellt wird, kannst du dir schon dein Studienprotokoll herunterladen. Die 5 Blätter begleiten dich von der Auswertung bis zu deinem Entscheid: Trag deine drei Empfehlungen ein, sobald sie erscheinen, und halte fest, was dir bei deinen Besuchen an den Studienorten auffällt.