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Studienkompass

Toll, dass du hier bist!

Die Wahl des Studienorts ist eine der ersten grossen Entscheidungen deines Studiums und gleichzeitig eine, über die kaum jemand offen spricht. Keine Lehrperson, die dir sagt, was wirklich hinter den Hochschulwebsites steckt. Kein Vergleich, der ehrlich benennt, wo welcher Druck entsteht.

Genau das macht dieser Kompass. In ein paar Minuten weisst du, welcher Studienort zu deiner Lernweise, deiner Lebenssituation und deinem Ziel passt.

Bevor du startest, lies kurz durch, worauf du beim Antworten achten solltest.

In der Psychologie sind FH- und Uni-Abschluss gleichwertig. Die meisten Arbeitgeber schauen nicht darauf, wo du studiert hast, du musst also auch nicht nach Renommiertheit entscheiden.

Ausnahme: Wenn du in die Forschung oder bestimmte Bereiche der Wirtschaftspsychologie willst, kann der Studienort eine Rolle spielen. Aber auch dann kannst du deinen Master noch woanders machen und gegensteuern.

Was sich unterscheidet, ist die Art des Drucks. An der Uni Zürich beispielsweise entsteht er durch eine anspruchsvolle Prüfungslogik im ersten Jahr. An der HSLU durch viele Gruppenarbeiten und Abgaben über das ganze Studium hinweg. Bei HWZ, Kalaidos oder der FernUni liegt der Druck hauptsächlich in der Doppelbelastung durch Beruf/Care Arbeit und Studium.

Die wichtige Frage ist deshalb: Was stresst mich mehr: intensiver Prüfungsdruck am Anfang, dauernde Gruppenkoordination, oder die Doppelbelastung mit dem Job?

FHs selektieren vor dem Studium mit einem Eignungstest. Bist du drin, lässt der Selektionsdruck nach.

An der Uni ist der Einstieg offen für alle mit gymnasialer Matura (oder vergleichbarem Abschluss), die Selektion findet im ersten Jahr statt. Wer das Assessment/Propädeutikum zweimal nicht besteht, bekommt eine schweizweite Fachsperre. Du kannst dann weder an einer Uni noch an einer FH in der Schweiz Psychologie studieren. Ein Studium im Ausland, z.B. in Österreich, bleibt aber möglich.

Nach dem Assessment bzw. Propädeutikum lässt der Prüfungsdruck wieder etwas nach.

Achte darauf, dass du dich am Studienort wohl fühlst, das betrifft nicht nur die Hochschule selbst, sondern auch die Menschen dort und die Stadt.

Jeder Studienort kann Druck auslösen, aber auf unterschiedliche Weise. Schau deshalb, ob du eher ein FH- oder Uni-Typ bist und ob die Atmosphäre zu dir passt. Manche fühlen sich an der anonymen Universität Zürich frei und schätzen es, wenig mit der Studiengangsleitung zu tun zu haben. Andere bevorzugen ein familiäreres Umfeld wie an der Universität Luzern. Keines ist besser oder schlechter, aber es kann besser oder schlechter zu dir passen.

Deshalb beantworte die Fragen wahrheitsgemäss, nach dem, was dir wichtig ist, nicht nach dem, was die Gesellschaft oder deine Eltern von dir erwarten.

Es gibt keine falschen Antworten.

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